Und so zogen wir mit aller Macht gegen die Lamaniten, die in der Stadt Manti waren; und wir schlugen unsere Zelte am Rande der Wildnis in der Nähe der Stadt auf. Und es begab sich: Am nächsten Tag, als die Lamaniten sahen, dass wir im Grenzgebiet bei der Wildnis in der Nähe der Stadt waren, da sandten sie ihre Kundschafter rings um uns aus, um die Anzahl und Stärke unseres Heeres auszukundschaften.
Und es begab sich: Als sie sahen, dass wir gemäß unserer Anzahl nicht stark waren, und weil sie fürchteten, wir würden sie von ihrem Nachschub abschneiden, wenn sie nicht zum Kampf gegen uns herauskämen und uns töteten, und weil sie auch meinten, sie könnten uns mit ihren zahlreichen Scharen leicht vernichten, darum fingen sie mit Vorbereitungen an, zum Kampf gegen uns herauszukommen.
Und als wir sahen, dass sie Vorbereitungen trafen, um gegen uns herauszukommen, siehe, da veranlasste ich, dass Gid mit einer kleinen Anzahl von Männern sich in der Wildnis verbarg und dass auch Teomner mit einer kleinen Anzahl von Männern sich ebenfalls in der Wildnis verbarg.
Nun waren Gid und seine Männer rechts und die anderen links; und als sie sich so verborgen hatten, siehe, da verblieb ich mit den Verbliebenen meines Heeres an derselben Stelle, wo wir zuerst unsere Zelte aufgeschlagen hatten für die Zeit, da die Lamaniten zum Kampf herauskommen würden.
Und es begab sich: Die Lamaniten kamen mit ihrem zahlreichen Heer gegen uns heraus. Und als sie gekommen waren und daran waren, mit dem Schwert über uns herzufallen, ließ ich meine Männer, jene, die mit mir waren, sich in die Wildnis zurückziehen. Und es begab sich: Die Lamaniten folgten uns mit großer Schnelligkeit, denn sie hatten den überaus großen Wunsch, uns einzuholen, um uns töten zu können; darum folgten sie uns in die Wildnis nach, und wir zogen in der Mitte zwischen Gid und Teomner hindurch, aber so, dass sie nicht von den Lamaniten entdeckt wurden.
Und es begab sich: Als die Lamaniten vorüber waren, nämlich als das Heer vorüber war, kamen Gid und Teomner aus ihren Verstecken hervor und schnitten die Kundschafter der Lamaniten ab, damit sie nicht in die Stadt zurückkehrten.
Und es begab sich: Als sie sie abgeschnitten hatten, eilten sie zur Stadt und überfielen die Wachen, die zur Bewachung der Stadt zurückgelassen worden waren; und so vernichteten sie sie und nahmen die Stadt in Besitz. Nun geschah dies, weil die Lamaniten zugelassen hatten, dass ihr ganzes Heer, außer nur einigen wenigen Wachen, in die Wildnis weggeführt wurde.
Und es begab sich: Gid und Teomner hatten auf diese Weise von ihren Festungen Besitz ergriffen. Und es begab sich: Nachdem wir in der Wildnis viel umhergezogen waren, nahmen wir unseren Weg zum Land Zarahemla hin.
Und als die Lamaniten sahen, dass sie zum Land Zarahemla hin marschierten, hatten sie überaus große Angst, es könne einen Plan geben, der zu ihrer Vernichtung führe; darum fingen sie an, sich wieder in die Wildnis zurückzuziehen, ja, nämlich auf demselben Weg, den sie gekommen waren.
Und siehe, es war Nacht, und sie schlugen ihre Zelte auf, denn die obersten Hauptleute der Lamaniten nahmen an, die Nephiten seien wegen ihres Marsches müde; und in der Meinung, sie hätten ihr ganzes Heer verjagt, machten sie sich keine Gedanken über die Stadt Manti.
Nun begab es sich: Als es Nacht war, ließ ich meine Männer nicht schlafen, sondern ließ sie auf einem anderen Weg zum Land Manti hin marschieren.
Und wegen dieses unseres Marsches zur Nachtzeit, siehe, da waren wir am nächsten Morgen über die Lamaniten hinaus, sodass wir vor ihnen bei der Stadt Manti ankamen. Und so begab es sich: Durch diese Kriegslist nahmen wir die Stadt Manti ohne Blutvergießen in Besitz.
Und es begab sich: Als die Heere der Lamaniten nahe der Stadt ankamen und sahen, dass wir bereit waren, ihnen zu begegnen, waren sie über die Maßen verwundert und wurden von großer Furcht ergriffen, sodass sie in die Wildnis flohen. Ja, und es begab sich: Die Heere der Lamaniten flohen aus diesem ganzen Gebiet des Landes. Aber siehe, sie haben viele Frauen und Kinder mit aus dem Land geschleppt. Und von den Städten, die von den Lamaniten genommen worden waren, sind alle zu dieser Zeit in unserem Besitz; und unsere Väter und unsere Frauen und unsere Kinder kehren nach Hause zurück, alle außer denen, die von den Lamaniten gefangen genommen und verschleppt worden sind.